Kompetenzen

Frankreich Insolvenz

Dieses Sonderrecht rührt noch aus den Zeiten als Elsass-Lothringen noch deutsch war (1924) und geniesst bis heute seine Rechtskraft. Der BGH hat 2002 bestätigt, dass eine im EU-Ausland erteilte Restschuldbefreiung auch in Deutschland Rechtskraft entfaltet.

Dies betrifft auch aus französischer Sicht "Auslandschulden", also deutsche Verbindlichkeiten. Die Anforderungen sich als Deutscher in Frankreich zu entschulden sind mittlerweile deutlich gestiegen, da der französische Gesetzgeber sehr wohl um das Problem des "Insolvenztourismus" weiß.

 

Wie das dennoch gelingen kann, erläutere ich gerne in einem persönlichen Gespräch.

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England Insolvenz

Ähnlich gelagert wie in Frankreich ist das Entschuldungsverfahren in England. Auch hier heisst das Zauberwort "Lebensmittelpunkt". Das Entschuldungsverfahren selbst wird auch hier nach einer "Schamfrist" von ca.6-9 Monaten eingeleitet und bewilligt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind. Im Netz finden Sie ausreichend Anbieter für eine England Insolvenz.

 

Aufgrund der derzeitigen Brexit-Verhandlungen und der Ungewissheit des Bleiberechts für EU Bürger in England, biete ich hier keine Hilfestellung an.

Firmenbestattung

Diese Angebote stehen meist in krassem Widerspruch zur geltenden Rechtslage und sind daher per se abzulehnen. Sie gewinnen auch nichts, da die Haftungstatbestände bereits vor der Neubestellung des Geschäftsführers begründet wurden.

Sie haften weiter für Umsatzsteuer und Sozialversicherungsabgaben. Insolvenzverschleppung, Überschuldung oder nicht rechtzeitige Anmeldung der Insolvenz  bleiben weiter IHR Thema.

Beachten sie bitte auch, dass die "neuen Geschäftsführer" über öffentlich zugängliche Portale leicht zu identifizieren sind. Möchten Sie so transparent als Geschäftsführer identifiziert werden, der seine Firma "bestattet"?

 

In Einzelfällen mag es dennoch durchaus opportun sein, eine "fremdgeführte Insolvenz" durchzuführen.

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Auffangesellschaft

Weitsichtige Unternehmer gründen schon in "guten Zeiten" eine Auffangesellschaft. Diese fungiert meist als Vertriebsgesellschaft der originären Produktionsgesellschaft und ist von der risikobehafteten Gesellschaft entkoppelt.

Diese kann naturgemäß auch im EU Ausland gegründet werden, z.B. eine französiche GmbH (SARL). Die Gründungsmodalitäten sind recht simpel, es genügt eine privatschriftliche Anmeldung und bedarf keiner notariellen Beurkundung.

Das Stammkapital kann 1 Euro betragen, ansonsten gleicht das SARL-Recht dem GmbH-Recht nahezu zu 100%. Auch AG's mit 1 EURO Stammkapital sind problemlos gründbar.

Sprechen Sie mich an, falls Sie an der Gründung einer solchen Gesellschaft nebst Firmensitz im Elsass interessiert sind.

Eine Auffangesellschaft kann auch im Rahmen einer Betriebsaufspaltung interessant sein, wenn es darum geht profitable Geschäftsbereiche von verlustbringenden zu trennen oder im Rahmen der Vermögenssicherung (Asset Protection) einzusetzen.

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Lebensmittelpunkt

Bei sämtlichen EU-Insolvenzen ist der Lebensmittelpunkt das Kernthema und wird dennoch vielfach unterschätzt. Wo wohnen Sie z.B. in Frankreich? Haben Sie ein Bankkonto dort und einen Telefonanschluß? Wohin werden diese Gespräche geführt? Verbrauchen Sie Strom und Wasser? Sind Sie vor Ort sozial engagiert und im Vereinsleben integriert? Wo arbeiten Sie und wovon leben Sie? Kennen Sie Ihre Nachbarn? Sprechen Sie die Sprache?

Alles Fragen, die Sie im Rahmen einer persönlichen Anhörung (ähnlich einer Vernehmung) dem zuständigen Insolvenzgericht gegenüber beantworten müssen.

 

Ich unterstütze Sie gerne vor Ort, um Ihren Lebensmittelpunkt in Elsass-Lothringen formvollendet zu etablieren.

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Unternehmensentschuldung

Unternehmen in Schwierigkeiten ist der Weg zu Bank-Förder- oder sonstigen Fremdmitteln meist verwehrt. Notwenige betriebsinterne Umstrukturierungs- oder Sanierungsprozesse kosten Zeit und Geld, welches nicht mehr zur Verfügung steht. Hier hilft die novellierte Insolvenzordnung mittels ESUG, Schutzschirmverfahren, Insolvenzplan und Insolvenz in Eigenverwaltung.

Im Ergebnis geht es darum, die bestmöglichen Instrumente einzusetzen, um den Fortbestand des Unternehmens sicher zu stellen.

Wichtig ist, Sie als Geschäftsführer vor den Themen Insolvenzverschleppung, Überschuldung und Insolvenzanfechtungen zu bewahren, da diese im Zweifel einen persönlichen Haftungstatbestand nach sich ziehen.

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